Themenabend Verein SO

16.04.2026

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Am 16. April 2026 gestaltete Moverz den Themenabend des Verein SO! im Wissensturm Linz. Im Zentrum stand das Thema Übergänge im System der Kinder- und Jugendhilfe – und wie immer bei Moverz vor allem die Perspektiven von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die diese Lebensphasen selbst durchlaufen. Denn eines ist klar: die Expert:innen aus Erfahrung zu hören ist keine Option, sondern Voraussetzung dafür, dass wir ihre Lebensrealität verstehen und aus ihren Erfahrungen lernen können.

AUFWACHSEN IM UMBRUCH: WIE FINDEN WIR HALT?

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Rund 90 Teilnehmer:innen zeigten sich beeindruckt von der Offenheit und dem Engagement der Heranwachsenden. Sie übernahmen die Moderation und in Form von Erzählungen, Briefen, Comics und Tagebucheinträgen gaben sie persönliche Einblicke in ihre Erfahrungen – vom Einzug in eine Wohngruppe bis hin zum Schritt in die Selbstständigkeit.

Ein besonders berührender Moment entstand, als eine Mutter erstmals hörte, wie ihre Tochter den Übergang von Zuhause in die Wohngruppe erlebt hat.

Bewohner:in

„Ich war sehr verwirrt und es tat weh.“

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Übergänge sind prägende Phasen im Leben von Kindern und Jugendlichen, in denen Identität, Bindung, Sicherheit und Selbstwirksamkeit neu verhandelt werden (Griebel & Niesel, 2011). Sie bieten Chancen für Entwicklung und Wachstum, bringen gleichzeitig Unsicherheiten mit sich. Gelingende Übergänge stärken das Selbstvertrauen, während fehlende Unterstützung zu Überforderung und negativen Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden führen kann (Hilfswerk: Auf neuen Wegen wachsen).

Entscheidend ist dabei, wie der Übergang von den Heranwachsenden erlebt wird.

Übergänge verstehen: sensible Phasen mit großer Wirkung.

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Die Beiträge der Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben uns Einblick in ihre persönlichen Erfahrungen gegeben. Sie machten deutlich, was in Übergangsphasen entscheidend ist (ein Auszug):

  • Sicherheit, Orientierung und echte Beteiligung
    Ehrliche und transparente Information sowie die Möglichkeit, die eigene Meinung einzubringen, sind zentrale Voraussetzungen.
  • Zeit und stabile Beziehungen
    Ankommen braucht Zeit. Verlässliche Bezugspersonen und bestehende Beziehungen – etwa zur Familie – geben Halt.
  • Praktische Unterstützung und Willkommenskultur
    Alltagsnahe Hilfe, klare Perspektiven und das Gefühl willkommen zu sein erleichtern den Einstieg in neue Lebensphasen.

Klare Statements.

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Übergänge müssen als individuelle Prozesse verstanden werden, die sich über längere Zeiträume erstrecken und auf die unterschiedlichen Bedarfe und Situationen angepasst sind (vgl. FICE Austria, 2019:168). Die Förderung von Selbstständigkeit ist dabei eine zentrale Aufgabe der stationären Kinder- und Jugendhilfe im gesamten Betreuungsverlauf.

Bewohner:in

„Damit ich das schaffe, brauche ich Menschen, bei denen ich mich gut aufgehoben fühle.“

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Der Abend machte deutlich: Gelingende Übergänge entstehen durch Kooperation, Beteiligung und Haltung und nicht zuletzt durch passende Rahmenbedingungen. Es braucht den offenen Austausch aller Beteiligten sowie die Bereitschaft, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln.

Die Botschaft der jungen Menschen ist klar:

„Übergänge sollen in Zukunft anders ablaufen: Mit mehr Zeit, mehr Verständnis und mehr Menschlichkeit.“

Ein großes Dankeschön an alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ihre Erfahrungen geteilt haben. Ihr Mut bewegt – und fordert uns auf, den nächsten Schritt zu gehen.

Lassen wir Übergänge also nicht einfach geschehen, sondern gestalten wir sie gemeinsam!

 

STAY STRONG!

 

Hier kommt ihr zur Slide vom Themenabend.

Gemeinsam gestalten statt einfach passieren lassen.

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